PAT for Innovation and Design Thinking Teams


Nachdem Innovationsexperte Benno van Aerssen ein Biathlontraining bei Sportpsychologe Rainer Kiefer absolviert hatte und wenig später Rainer Kiefer die Ausbildung zum Innovationscoach in van Aerssens verrocchio Institut gestartet hatte war beiden eins klar – „Wir wussten augenblicklich warum so viele Innovations- bzw. Design Thinking-Teams nur sporadische aber keine nachhaltigen Innovationserfolge oder gar Leistungssteigerungen zu verzeichnen hatten.“ Dies gab den Antrieb in einer gemeinsamen Arbeit das „Professional Athlete Training für Innovationteams“, kurz PATI zu entwickeln.

Benno van Aerssen und sein verrocchio Institut hatten schon länger folgende Umstände in vielen Unternehmen beobachtet:

  • Es gab in vielen Organisationen Erfolge mit Design Thinking, aber nur sporadisch und nicht kontinuierlich bzw. nachhaltig.
  • Die Leistungskurve von Mitarbeitern über mehrere Innovationsprojekte sinkt praktisch immer stark ab.
  • Mitarbeiter sehnen sich nach mehreren Innovationsprojekten oft wieder in Ihr Tagesgeschäft zurück.
  • Langfristig haben Innovationsteams immer eine hohe Teilnehmerfluktuation und eine nachhaltige Leistungssteigerung ist nicht wahrnehmbar.
  • Über die Zeit gesehen müssen immer wieder die Basics nachgeschult werden und man gelangt nicht zu einem professionellen Level.

Im Gegensatz dazu ist die Erwartungshaltung fast aller Teilnehmer als auch des gesamten Managements folgende:

  • Wir starten mit den Basics und werden von Innovationsprojekt zu Innovationsprojekt besser.
  • Wir generieren zunächst kleine Innovationen und wir steigern uns dann im Laufe der Zeit zu größeren, mutigeren und radikaleren Erfolgen.
  • Das Innovieren wird zu einem wichtigen Teil unserer Wertschöpfung und auch unserer Kultur, immer mehr Mitarbeiter werden davon angezogen und steigern als Kollateraleffekt auch ihre Leistung im Tagesgeschäft.
  • Wir steigern unsere Innovationsfähigkeit von Jahr zu Jahr.
  • Nach einiger Zeit benötigen wir keine externe Hilfe mehr.

Mit ihren beiden so unterschiedlichen Expertisen waren Benno van Aerssen und Rainer Kiefer plötzlich in der Lage dieses schwerwiegende Dilemma nicht nur zu erklären, sondern auch eine wirkungsvolle Lösung dafür zu entwickeln.

Das „Professional Athlete Training für Innovationsteams (kurz PATI) war geboren.

Was wir erkannt haben:

Spitzensportler trainieren auf unterschiedlichen Ebenen Körper, Geist und Seele gleichermaßen. Mitarbeiter in Innovationsprojekten oder Innovationsteams tun das nicht und powern sich meist nur mental aus.
Spitzensportler trainieren bewusst mit unterschiedlichen Reizstärken. In Design Thinking Projekten werden meist alle Arbeitspakte gleich intensiv abgearbeitet.
Spitzensportler nutzen professionell den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. In Innovationsprojekten kommt professionelle Entspannung kaum vor.
Spitzensportler nutzen das Prinzip der individuellen, richtigen Belastungsfolge und Trainingspläne um Ihre Leistung über die Jahre zu steigern. Das Leistungsniveau in Innovationsteams bleibt über das Jahr bestenfalls gleichbleibend.
Spitzensportler nutzen eine effektive Mischung von verteiltem und massiertem (motorischen) Lernen. In Innovationsprojekten sind die Teilnehmer meist nur eindimensional unterwegs.
Spitzensportler beachten den Unterschied von Belastung und Beanspruchung. In vielen Projekten, besonders oft mit agilem und iterativem Fokus, befinden sich die Teilnehmer in einer gefährlichen Dauerbelastung.
Beim Biathlonschießen zum Beispiel liegt der Fokus nicht auf dem Ausblenden der Störfaktoren, sondern auf dem Einblenden der notwendigen Abläufe. Teilnehmer in Innovationsprojekten handhaben dies meist umgekehrt.
Muskeln wachsen in den Pausen. Ideen entstehen in den Inkubationspausen.

Das PATI kombiniert nun zielführend Prinzipien, Methoden und Übungen aus dem Leistungssport in die Innovationsarbeit, für eine langfristig steigende Innovationsfähigkeit.

Das Konzept von PATI:

Die Grundhaltung:


Das Gehirn arbeitet besonders im Spass-/Flowbereich, bei 100%itger Identifikation mit der Aufgabenstellung und die Energie bzw. die Ideen kommen, wenn die Aufmerksamkeit klar ist. Sogenannte Glückshormone unterstützen die Vernetzung der Synapsen. Um den ergebnisrelevanten Spaßfaktor, die Identifikation der Teilnehmer mit den Themen und die jeweils optimal gerichtete Aufmerksamkeit zu erzielen haben wir das folgende KGS-Modell entwickelt in Anlehnung an die Definition der WHO von Gesundheit. Es hierbei differenziert zwischen körperlichem, geistigem und sozialem Wohlbefinden Da wir davon ausgehen, dass Entwicklung und Innovation gefördert werden, wenn die Ressourcen des Körpers nicht defizitorientiert gebunden sind, stellt das PATI sicher, dass eine optimale Balance der drei Bereiche existiert. Das Prinzip dahinter lautet

Je nach Ermüdung in einer oder mehreren Säulen des KGS-Modells kann durch Beschäftigung in einer weniger ermüdeten Säule eine Erholung in der ursprünglich ermüdeten Säule hergestellt werden (Modell nach Kiefer, 2018). Dieses Modell basiert auf der gegenseitigen Außensicht und dem Prinzip der wechselnden Belastung. Training bedeutet im KGS-Modell immer in mindestens einer Säule (Körper, Geist, Sozial) Reize zu setzen und diesen Bereich so zu ermüden. Dabei werden die jeweils anderen, weniger beanspruchten, Säulen zur Kompensation genutzt.

Die jeweiligen Wechsel in der persönlichen Aufmerksamkeit und die unterschiedlichen Intensitäten und Möglichkeiten zum sozialen Austausch ermöglichen immer wieder die Außensicht in Bezug auf die letzte körperlich oder geistig beanspruchende Arbeitsphase und somit Raum für die Erholung (= Kompensation und Vorbereitung für die nächste kommende Arbeitsbelastung).

Wesentliche Nutzendimensionen

  • Ein schneller und „State of the Art“-Überblick über die Themen Ideenfindung, Kreativität, Innovationsmanagement und Innovationskultur.
  • Ein gemeinsames Innovationsglossar, um die Herausforderung „Innovation” effizienter und zielführender zu diskutieren.
  • Ein Know-how-Vorsprung für ein überzeugendes und glaubwürdiges Management-Mandat.
Ziele von Pati:
  • Schaffung von permanentem körperlichen, mentalen und emotionalen Ressourcengleichgewicht, um besonders den kognitiv-mentalen Beanspruchungen des Innovierens standhalten zu können. 
  • Nutzung von Superkompensation und Periodisierung, um das innovative Leistungspotenzial stetig, kontrolliert zu steigern.
  • Nutzung von ganzheitlichen Trainingsplänen und -konzepten für Mikrozyklen (Workshopebene), für Mesozyklen (Projektebene) und Makrozyklen (Jahresebene) für maximal selbständiges Handling der Teilnehmer und Teams.
  • Anstoß von gezieltem Transfer aller Prinzipien, Methoden und Übungen in das Tagesgeschäft, für eine ganzheitliche Kraftentfaltung und zielführende Kulturentwicklung.

PATI KickOff-Trainingslager – 3 Tage

Dieses PATI Intensivtraining, für Teams bis 18 Personen, kann sowohl als Projekt-Kick-Off oder als Startpunkt zu einem ganzjährigen PAT genutzt werden.

Beim PATI geht es um Höchstleistungen im Bereich Kreativität, Design Thinking und Innovation. Wie ein Trainingslager für Spitzensportler beginnt diese Einheit für die Teilnehmer schon mit einer intensiven Vorbereitung und beinhaltet auch eine Nachbereitungsphase.

Durch die Erfahrung der Trainer und regelmäßigen individuellen Austausch (ggf. auch mit physiologischen oder kognitiven Testverfahren) kann die Belastung optimal gesteuert werden, um die verfügbaren Tage für ein Innovationsprojekt optimal für Höchstleistungen zu nutzen.

Wichtig ist neben der guten Vorbereitung auch entsprechenden Raum für Erholung nach dem Trainingslager einzuplanen, da die geistige und körperliche Beanspruchung so gesteuert werden soll, dass das inhaltliche Ergebnis wirklich optimal ausfällt.

Es ist eine wesentliche Voraussetzung, dass alle Teilnehmer ausgeruht (= so belastbar wie möglich) in den Bereichen Körper, Geist und Seele an dem PATI Innovationsworkshop teilnehmen.

Unsere Erfahrung - Je besser die Bedürfnisse der Teilnehmer im Anforderungskontext des 3-Tages-Intensiv-Innovationsworkshops abgeklärt und abgedeckt werden im Sinne einer optimalen Balance, desto wahrscheinlicher sind praktikable Ergebnisse.

Im PATI Trainingslager werden alle Innovationsarbeitsphasen durch körperlichen Ausgleich (= geistige Erholung) nach dem KGS-Modell unterstützt. Im Tagesverlauf sinkt dabei der Impact (Reizdichte) bei den Übungen, wobei der Umfang jeweils steigt. Der Verlauf ist stark prozessorientiert und hängt von den Gegebenheiten und Wünschen der Teilnehmer ab.

Wichtiger Hinweis: Die Gruppe wird durchgängig sportpsychologisch begleitet.

Das grundlegende Programm des PATI für Innovationsteams

Teil 1: Die konkrete Vorbereitung der Teilnehmer auf das Trainingslager

Diese Vorbereitung beginnt schon ca. 2 Wochen vor dem Trainingslager mit folgenden Aufgaben:

  • Auf ausreichend Schlaf achten vor dem Trainingslager 
  • Auf gesundes Essen und ausreichend Flüssigkeit achten vor dem Trainingslager 
  • Reduzierung von Alkoholkonsum • Eine individuelle, motivationale Auftragsklärung sollte rechtzeitig erfolgen. • Alle Teilnehmer sollen muskulär ausgeruht zum Trainingslager erscheinen. 
  • Alle Teilnehmer trainieren die Fähigkeit länger ohne Smartphone sein zu können (optional: Nutzung dokumentieren (z.B. App Quality Time)). 
  • Alle Teilnehmer minimieren alle „Dinge im Hinterkopf“, die geistig und seelisch belastend sind. Sie versuchen in den drei Trainingstagen diese Dinge fern zu halten durch gezielte Information ihres Umfelds und strukturiertes Reflektieren im Vorfeld. 
  • Jeder Teilnehmer liest im Vorfeld verschiedene Basic-Texte und Videos zu verschiedenen Themenbereichen der Innovation. 
  • Alle rufen sich Basics zu Gymnastik wieder ins Bewusstsein. Gerne mit praktischer Anwendung. Ebenso möglich Yoga und Meditation. 
  • Radfahren, Laufen und Schwimmen sind empfohlene Sportarten in der Vorbereitung. (Es gilt den eigenen Fitness Ist-Stand zu reflektieren, ggf. ärztlichen Rat zur Belastbarkeit einholen).

Teil 2: Das PATI Trainingslager

PAT

  • Gemeinsame morgendliche Bewegung in der Gruppe zur Vorbereitung der Arbeitsphase "Verstehen". Impact hoch, Umfang niedrig (z.B. Lauf-ABC).
  • Design Thinking Projekt „Verstehen“ der Herausforderungen, Personen und Trends

PAT 

  • Gezielte Vorbereitung der Arbeitsphase "Beobachten" durch soziale Interaktion in der Bewegung, z.B. Biathlon oder Tischtennis (Rundlauf).
  • Design Thinking Projekt „Beobachten“ der Personen und des Umfeldesa

 PAT

  • Eine Tour über Freiflächen und durch den Wald vorbereitet. Umfang hoch >1h, Möglichkeit zum Durchatmen und sich zu unterhalten frei wählbar in 2 Gruppen ggf. E-Bike/Nordic-Walking etc.
  • Design Thinking Projekt „Synthese“ Entwicklung der Leitfragen und Bestimmung des Standpunktes für die Ideenfindung 

PAT

  • Gemeinsame morgendliche Bewegung in der Gruppe mit vorherigen Lauf-ABC am Morgen. Kurz, intensiv, deduktiv.
  • Design Thinking Projekt „Ideenfindung“ Kreativphase mit Entwicklung der ersten Vorideen.

PAT 

  • Vorbereitung mit Kommunikations-Übung aus der Outdoor-Pädagogik, z.B. Pipeline/Säureteich/Mowhawk-Walk/Spinnennetz/Schneller Ball
  • Design Thinking Projekt „Prototyping“ Anreichern der attraktivsten Vorideen und Erstellunf der ersten Prototypen

 PAT

  • Abends wieder mehr Umfang bei gemeinsamer Gymnastik, Stabi, Yoga Einheit vor dem Testing
  • Design Thinking Projekt „Testing“ Erstes testen der Prototypen.

PAT

  • Morgens vor einer möglichen "Iteration" wieder deduktives Bewegen nach Vorgabe Lauf-ABC.
  • Design Thinking Projekt Weiteres iteratives arbeiten in allen Arbeitspaketen.

PAT 

  • Weiteres PAT je nach nachfolgendem Arbeitspaket.
  • Design Thinking Projekt Weiteres iteratives arbeiten in allen Arbeitspaketen.
DAS PATI Trainingscamp:

Das grundlegende Programm des PATI für Innovationsteams

Das PATI findet idealerweise in der DSV Skiakademie Nordic-Schule Notschrei statt.

Die Nordic-Schule Notschrei ist eine DSV-Skiakademie für Langlauf, Biathlon, Teamentwicklung und Sportpsychologie und verbindet Bewegung mit Transfer, weil das gesamte Team vom Sinn dieser Verbindung überzeugt ist. Das Nordic Center Notschrei lebt wintersportliche Tradition. Vom Vorstand über die Trainer, Betreuer, Athleten bis hin zu unseren aktiven Mitgliedern. Der schneesichere Standort bietet mit der Nordic-Arena, dem Loipenzentrum, dem Loipenhaus, dem Bergstüble, der Nordic Schule, dem Verleih und dem Sporthotel alles, was Trainierende und Gäste brauchen, aus einer Hand. Einfachheit und Servicequalität stehen im Vordergrund. Das Stadion des Nordic-Centers Notschrei wurde 2009 komplett erneuert und funktionell erheblich erweitert. Mit moderner Beschneiungstechnik, Flutlicht und einer Höhenlage um 1200 m.ü.M. ist es ein zukunftsfähiges Trainings- & Wettkampfzentrum für Skilangläufer, Biathleten und Nordische Kombinierer, in nur 25 Minuten Entfernung von Freiburg. Weiterhin ist es auch DSV-Bundesstützpunkt Nordisch / Biathlon und Bundesstützpunkt für Behindertensport.

Das Team macht Sport für alle – das ganze Jahr - Biathlon auch im Sommer - mit dem MTB, mit Rollski oder zu Fuß! Inmitten der wunderbaren Schwarzwald-Landschaft zwischen Feldberg, Belchen und Schauinsland – nur 30 Minuten von Freiburg entfernt.

Hier richtet sich der Sport immer nach den Teilnehmern, nicht umgekehrt! Das Team vermittelt den Teilnehmern die richtige Technik, damit sie Spaß haben und sich gesund bewegen können. Mit Kompetenz und Leidenschaft, mit Kopf und Herz.

Natürlich kennt Rainer Kiefer, aus seiner Tätigkeit, weltweit viele weitere Orte die als PATI Trainingscamp in Frage kommen.

verrocchio Notes

Sie möchten neue Innovationsmethoden kennenlernen? Sie fragen sich wie die Arbeit eines Innovationscoaches aussieht? Sie möchten über das Thema Innovation auf dem Laufenden bleiben?

In den monatlichen Verroccio Notes senden wir Ihnen handverlesenes Innovations Know-How. Kostenfrei und umsetzungsorientiert. Aus erster Hand von Benno van Aerssen und Christian Buchholz, den Gründern des Verrocchio Instituts.

Einfach eintragen, abschicken und Antwortmail bestätigen — schon sind Sie dabei.

Übrigens: Wir mögen keinen Spam und Sie sicher auch nicht. Daher sind ihre Daten bei uns sicher und wir geben sie niemals an Dritte weiter.