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Innovationdigging – das Kreativtool für strukturliebende Mitarbeiter, Forscher und Ingenieure


Erst neulich gab es wieder in einer Vorstellungsrunde eines Innovationsworkshops von mehreren Teilnehmern den typischen Satz: „Weißt du, Benno, ich bin Ingenieur und kann mehr mit Strukturen und Formeln etwas anfangen als mit Kreativität!“ Diesen Satz habe ich in den letzten 10 Jahren meiner Innovationsarbeit schon sicher mehr als tausendmal gehört. Er zeigt mir immer wieder, dass viele Menschen in ihrer Sozialisierung und Ausbildung gar nicht mit dem Thema Kreativität konfrontiert worden sind oder aber frühe hindernde Glaubenssätze mit sich herumtragen. Vielleicht hat ja nur der Kunstlehrer in frühen Jahren gesagt: „Weißt du, Klaus, für dich mit deiner Mathe 1 ist der Kunstunterricht wie die Olympischen Spiele: Dabeisein ist alles – gewinnen kannst du aber nix!“.

Tamer Kemeröz und ich haben mit Innovationdigging eine Methode entwickelt, die ganz besonders strukturliebende Menschen, Kreativität und Inspiration zusammenbringt. Struktur und Kreativität sind nämlich tatsächlich kein Widerspruch, sondern können sich wunderbar ergänzen.

Innovationdigging beschreibt eine Methode zur Innovationsfindung und ist ähnlich einer professionellen archäologischen Ausgrabung: eine systematische Suche auf definierten Bereichen, die von einem Team bearbeitet – später auch erweitert und getestet – werden.

„Quick and Dirty“-Erläuterung zur Methode Innovationdigging

Innovationdigging „Quick and Dirty"
Szenario: Sie sind ein Produktentwicklungsingenieur und suchen nach Inspiration, um Ihr Produkt zu verbessern oder zu innovieren.

Schritt 1: Nehmen Sie einen Kollegblock oder ein anderes Blatt Papier zur Hand und zeichnen Sie eine ganz normale Tabelle – das wird unsere Suchfeldmatrix.

Schritt 2: In die Zeilenköpfe der Tabelle tragen Sie die Berührungspunkte (Touchpoints) ein, die Menschen mit Ihrem Produkt haben. Wenn es eine Kaffeemaschine wäre, dann könnten die Zeilenköpfe lauten:

  1. Kaffeemaschine nach dem Kauf auspacken
  2. Kaffeemaschine aufstellen
  3. Bedienungsanleitung lesen
  4. Kaffee einfüllen
  5. Wasser einfüllen
  6. Dosierung einstellen
  7. Kaffee brühen
  8. Kaffee servieren
  9. Reinigungsvorgang
  10. etc.

Schritt 3: In die Spaltenköpfe der Tabelle tragen Sie nun Nutzendimensionen ein (das sind Adjektive in ihrer ersten Steigerungsform), die Ihnen spontan einfallen:

  • schneller
  • günstiger
  • komfortabler
  • umweltfreundlicher
  • sicherer
  • lustiger
  • leiser
  • erotischer
  • etc.

Schritt 4: Nun gehen Sie nach eigenen Regeln mit Ihrem Finger durch die entstandenen Suchfelder und sprechen die Wortkombinationen leise vor sich hin, wie z. B.: „schneller Wasser einfüllen“, „komfortabler Kaffeemaschine aufstellen“ oder „lustiger reinigen“.

Lassen Sie sich inspirieren von den Wortkombinationen und sehen Sie, ob es Verbindungen gibt, über die Sie so noch nie nachgedacht haben.

Mit inspirierenden Grüßen
Benno van Aerssen

Innovationdigging

Das ist die kürzeste aller Erläuterungen zu Innovationdigging. Wenn Sie mehr zu den vielen weiteren Möglichkeiten von Innovationdigging erfahren wollen, dann klicken Sie hier:

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