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Cross Industry Innovation


Für viele Herausforderungen, vor denen Unternehmen stehen, gibt es bereits elegante Lösungen in anderen Branchen. Häufig werden diese jedoch nicht in die eigene Ideenfindung miteinbezogen. Eine Aussage, die wir häufig hören, ist: „Was soll ich schon aus einer total anderen Branche lernen?“ Dabei sind gerade diese Ideen häufig der Schlüssel für großartige Innovationen oder genauer gesagt, sind die meisten neuen Produkte Kombinationen aus bereits vorhandenen Informationen. Kombiniert werden können Technologien, Anwendungsprinzipien, Produkte oder sogar komplette Geschäftsmodelle. Grundsätzlich gilt: Eine neue Idee ist eher eine Entdeckung, als eine Erfindung.

Beispiele für erfolgreiche Cross-Industry-Innovationen gibt es viele:

  • der iDrive von BMW basiert auf der Idee des Joysticks aus der Computerindustrie
  • der Coca Cola Freestyle-Getränkeautomat nutzt Dosiertechnologie der Medizintechnik
  • der Milchschäumer Aeroccino von Nespresso verwendet das magnetische Antriebsprinzip von Labormischern
  • die Nike Shox Dämpfung stammt technologisch von Stoßdämpfern aus der Formel 1 ab
  • der Nähfuß des Textilmaschinenhersteller Bernina setzt den optischen Sensor einer Computermaus ein
  • Beiersdorf setzt bei dem Niveo Deodorant „Black & White“ eine Substanz ein, die man in Autowaschanlagen findet

Wie lässt sich Cross-Industry-Innovation umsetzen? Mit dem Model Concept – Combine – Create.

Concept (Why)

Im ersten Schritt bringen wir das Problem auf ein höheres Abstraktionslevel. Hier helfen Fragen wie: Was genau ist das Problem? Welche weiteren Fragen ergeben sich daraus?

Wir nehmen einmal das Beispiel BMW iDive: Wie lautet das Problem? Mit dem Einsatz eines Bildschirms im Auto werden die Auswahlmöglichkeiten des Fahrers deutlich erhöht. Eine komplexe Tastenkombination (wie bis dato üblich) allerdings lenkt den Fahrer vom Verkehr ab. Welche alternativen Steuerungsmöglichkeiten gibt es?

Combine (What If)

Im zweiten Schritt suchen wir in anderen Branchen nach ähnlichen Problemstellungen und möglichen Lösungen. Beispiel: In welcher anderen Situationen wird eine manuelle Bedienung eingesetzt, die keiner besonderen Aufmerksamkeit bedarf, die aber komplexe Vorgänge steuert – Antwort: Die Gaming Industrie. Hier wird der Joystick zur Bedienung von Computerspielen genutzt.

Create (How)

Im dritten Schritt werden möglichst viele Informationen über das Kombinationskonzept gesucht und die Erkenntnisse auf die eigenen Produkte angewandt. Beispiel: Wie genau funktioniert die Steuerung bei Joysticks? Gibt es unterschiedliche Methoden? Welche Materialien werden verwendet?

Die Anwendung dieser drei Schritte liefert spannende neue Ideen, auch wenn die einzelnen Schritte natürlich auch längere Zeit in Anspruch nehmen können.

Jetzt sind Sie dran: Wie sehen interessante Kombinationen für Ihre Fragestellungen aus?

Mit inspirierenden Grüßen
Christian Buchholz

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