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10 Gesichter der Innovation


Häufig werden wir gefragt, wie ein Innovationsteam am besten besetzt sein soll, damit gute Ideen entstehen können. Die Antwort hängt grundsätzlich von der Zielsetzung ab, aber der Innovationserfolg des Teams steigt mit der Diversität (Vielfalt) der Mitglieder. Ein interessantes Konzept für die Auswahl von guten Innovationsteams sind die „10 Faces of Innovation“, die Tom Kelley, der Gründer der kalifornischen Ideenschmiede IDEO, beschrieben hat:

Der Anthropologe hat die Fähigkeit, Menschen genau dabei zu beobachten, wie sie mit Produkten oder Services umgehen und auf sie reagieren. Er ist vielseitig interessiert und hat ein großes Allgemeinwissen. Insbesondere in der ersten Phase des Ideenprozesses ist der Anthropologe ein wichtiger Unterstützer.

Der Experimentierer setzt den Fokus auf das schnelle Ausprobieren von Ideen. Mit viel Ausdauer testet er unterschiedliche Vorgehensweisen und findet immer neue Wege, um das Ergebnis noch besser und anders zu machen. Sobald die ersten Ideen entstanden sind, läuft der Experimentierer zur Hochform auf.

Der Ideenbestäuber entwickelt neue Ideen, indem er vorhandenes Know-how und bestehende Konzepte neu miteinander kombiniert. Dabei greift er auch auf externe Ressourcen zurück. Häufig wird er vom Team als Querdenker gesehen, der neue Blickwinkel in die Arbeit hineinbringt.

Der Kollaborateur hat das Team immer im Fokus. Er begleitet das Innovationsteam während des Prozesses, besitzt besonders viel Einfühlungsvermögen und kann auch in schwierigen Situationen eine gute Atmosphäre schaffen. Insbesondere wenn Mitarbeiter des Teams in ihren „Arbeitssilos“ versinken, sorgt er für gemeinsame Aktivitäten und eine stärkere Teamdynamik.

Der Hindernisläufer sieht seine Herausforderung darin, Aufgaben zu meistern, die niemand zuvor angegangen ist oder gelöst hat. Er ist der unermüdliche Problemlöser im Team. Gerade wenn das Gefühl entsteht, dass es nicht weitergeht, geht der Hindernisläufer als Vorbild voran und bringt die Gruppe wieder in die Aktivität.

Der Direktor hat das große Ganze im Blick und ein gutes Gespür dafür, was die Organisation gerade braucht. Er kümmert sich darum, dass die Ressourcen organisiert sind, erkennt Chancen und sorgt dafür, dass die Stärken der einzelnen Teammitglieder optimal genutzt werden. Häufig ist er der Sprecher der Gruppe und verbindendes Element zwischen Geschäftsleitung und der Basis. Seine Funktion ist wichtig, um eine hohe Akzeptanz der entwickelten Ideen zu ermöglichen.

Der Erfahrungsarchitekt ist ständig bestrebt, großartige Erlebnisse für die Kunden zu generieren. Dies können Produkte sein, Dienstleistungen, digitale Erzeugnisse, Räume oder Veranstaltungen. Seine Spezialität ist es, das Erlebnis für den Kunden außergewöhnlich und einzigartig zu machen.

Der Raumgestalter nutzt jede Gelegenheit, um die Arbeitsumgebung des Teams noch besser zu gestalten. Die von ihm gestalteten Räume ermöglichen dem Einzelnen eine optimale Arbeitsumgebung und stimulieren die Kreativität im gesamten Team.

Der Geschichtenerzähler schafft es immer wieder die Menschen zu fesseln mit seinen Geschichten von Eigeninitiative, Einsatz und Innovation. Er kennt sich mit allen Medien aus, die geeignet sind, um Emotionen zu erzeugen und setzt viele Menschen mit seinen Geschichten in Bewegung. Ideen werden durch seine Fähigkeiten zu einem Kundenerlebnis.

Der Unterstützer arbeitet mit viel Empathie daran, den einzelnen Kunden im Detail zu verstehen und ihn durch den Prozess zu führen. Immer wieder schlägt er die Brücke zwischen Team und Kunde und erspürt genau, was der Kunde tatsächlich wünscht.

Die „10 Gesichter der Innovation“ bedeuten nach Kelley nicht unbedingt auch 10 unterschiedliche Personen, sondern es kann vielmehr sein, dass die eigene Rolle sich im Projektverlauf ändert und die Projektmitglieder verschiedene Sichtweisen und Aufgaben übernehmen. Fest steht aber: Jede Eigenschaft wird im Rahmen eines Innovationsprojektes gefragt sein und ihre Position finden.

Mit inspirierenden Grüßen
Christian Buchholz

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